Dieser Psalm gleicht einer Zeitanalyse. Er ist ein Bericht über den Abfall von Gott. Die Menschen behaupten, es gäbe keinen Gott. Aber ihre Torheit besteht darin, dass sie sich das selbst einreden. Würden sie ernsthaft nachdenken, so könnten sie wissen, dass es Gott gibt. Doch sie haben ihn vom Thron gestürzt (Römer 1,19–21). Sie kommen sich klug vor und werden zu Narren. Die Folge ist ihr gottloser Lebenswandel. Sie sind verdorben; keiner tut Gutes, „auch nicht einer“. Der Apostel Paulus benutzt diesen Psalm im Römerbrief, um auf diesem dunklen Hintergrund das Heil in Jesus Christus hell aufleuchten zu lassen (Römer 3,10–23).
